University of Tartu (UT)

Die Universität Tartu ist die älteste, grösste und einzige klassische Universität in Estland mit etwa 18‘000 Studierenden und 1‘700 wissenschaftlichen Mitarbeitenden. UT umfasst neun Fakultäten, fünf Hochschulen und einige regionale Entwicklungseinheiten. Um die Professions-Kompetenz der Studierenden und der akademischen Mitarbeitenden zu unterstützen und zu entwickeln, hat die Universität bilaterale Kooperationsverträge mit 61 Partnerinstitutionen in 22 Ländern abgeschlossen. UT ist Estlands führendes Zentrum für Forschung und Ausbildung zu diversen Themen wie Medizin und Philosophie, Genetik und Computerwissenschaften. Mehr als die Hälfte der Doktorarbeiten, die in Estland geschrieben werden, werden an der UT verteidigt. Über die Hälfte der im Land veröffentlichten Forschungspublikationen wurden von UT Akademikern geschrieben. Die Universität hat an EU-Rahmenprogrammen seit dem vierten Programm teilgenommen. Die Anzahl FP7-Projekte (Rahmenprogramm 7-Projekte) an denen die Universität teilgenommen hat, beläuft sich auf nahezu 100, inklusiv zwei ERC- (European Research Council) Zuschüsse (Grants).
 
Die meisten estnischen Lehrpersonen für Naturwissenschaften und Technologie werden an der UT ausgebildet. Die UT ist die einzige Universität in Estland an der Doktorats-Studien im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung angeboten werden. Die Universität Tartu ist auch eine von zwei wichtigen Universitäten, die Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrpersonen in Estland anbietet. Die Technology Education Research Group der Fakultät SocialSciences and Education pflegt eine enge Zusammenarbeit mit den Institutes of Technology and Physics der Faculty of Science and Technology, dazu gehört auch die Nanoscience Gruppe der Universität. Es wird auch eine Zusammenarbeit mit dem AHHAA Science Centre gepflegt. Die wichtigste Kompetenz der Technology Education Research Group ist das fachdidaktische Wissen in Bezug auf technologisch erweiterte, naturwissenschaftliche Bildung. Die bisherigen Studien der Forschungsgruppe richteten sich auf die verbesserte Problemlösefähigkeit der Lernenden und auf forschend-entdeckendes Lernen aus: Es wurden web-basierte Lernumgebungen und Robotik zu Ausbildungszwecken eingesetzt. Eine simulierte Lernumgebung “Hiking across Estonia” wurde von einigen Mitarbeitenden entwickelt. Die Simulation wurde für das Final der IASTED 1st international competition of non-commercial software for web-based learning in 2005 nominiert. Ebenso wurde die Simulation mit der nationalen Auszeichnung des Ministeriums für Umwelt in Estland prämiert. In letzter Zeit verschob sich der Fokus auf Konzepte der technologischen Ausbildung, technologische Bildung im Allgemeinen und die Entwicklung von Anwendungen, die Fähigkeiten fördern, welche in einer technologischen Welt nötig sind.