Projekt

MINT-Fachkräfte-Mangel in Europa

Die Schülerinnen und Schüler erleben den Naturwissenschaftsunterricht abstrakt, wenn sie den Zusammenhang zwischen dem Grundlagenwissen und den technologischen Innovationen, denen sie in ihrem Alltag begegnen, nicht sehen. Der geringe Alltagsbezug kann ein Grund sein, dass sich junge Menschen, die eine Begabung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) haben, weder ein Studium noch einen Berufsweg in diesem Bereich in Betracht ziehen. Dieser Befund trifft insbesondere auf europäische Länder zu.

Potential Moderne Physik und Nanotechnologie

Moderne Naturwissenschaften und Nanotechnologie haben das Potential, wichtige Faktoren für Unternehmen zu werden, vergleichbar mit der industriellen Revolution oder der informationstechnologischen Revolution. Lehrpersonen werden mit dem Quantum Spin-Off Projekt unterstützt, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in Moderne Naturwissenschaften und High-Tech-Entwicklungen im Nanobereich zu ermöglichen. Den Lehrpersonen wird Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. Wird das Projekt mit Schulklassen durchgeführt, kann im Unterricht eine Brücke zwischen Moderner Physik und dem Unternehmertum geschlagen werden.

Geschlechtergerechtigkeit im MINT-Bereich

Viele Mädchen interessieren sich eher weniger für den MINT-Bereich, als Jungen. Mit dem Projekt sollen sowohl Mädchen als auch Buben angesprochen werden. Buben und insbesondere auch Mädchen sind eher motiviert für MINT-Themen, wenn die Schulphysik nicht nur abstrakt vermittelt wird, das Potential von Forschungsresultaten für die Produktentwicklung in Unternehmen aufgezeigt wird und soziale Implikationen neuer Produkte thematisiert werden. Den Jugendlichen wird im Projekt die Begegnung mit Forschenden und Unternehmenden ermöglicht. Der Einblick in die Forschung und das Unternehmertum kann das Interesse eines Jugendlichen so stark wecken, dass ein Studium im MINT-Bereich angestrebt wird.

Ziele des Quantum Spin-Off Projekts

a) Den Schülerinnen und Schülern authentische Lerngelegenheiten anbieten, die forschend-entdeckendes Lernen ermöglichen. Dazu gehören
      i. Der Kontakt mit Forschenden im Rahmen der Lektüre von Publikationen oder Patenten,
      ii. Interaktionen mit Forschenden, die Anwendungen von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entwickeln und
      iii. Interaktionen mit High-Tech Unternehmenden, die ein Geschäft betreiben, das auf Anwendungen neuer Forschungsresultate basiert.

b) Entwicklung und Umsetzung einer Lehrer-Weiterbildungsmethode basierend auf neu entwickeltem Unterrichtsmaterial.

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten Lehrpersonen, Pilot-Schulklassen, Dozierende im Bereich der naturwissenschaftlichen Bildung und Forschende in Nano-Laboren zusammen, jeweils in jedem teilnehmenden Land (Belgien, Estland, Griechenland und Schweiz).
Die deutsche Version wurde gekürzt, für die Langversion siehe den entsprechenden englischen Text.